Kommentar & Meinung
Alles anders - nichts Neues
Sachsen-Anhalt hat gewählt
Gestern waren die Wähler aufgerufen, ihre Stimme abzugeben – in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und eben auch in Sachsen-Anhalt. Abgesehen von der beschämend niedrigen Wahlbeteiligung und ebenfalls abgesehen von der Tatsache, dass die konservativ-liberale Regierung abgewählt wurde, wird sich wohl nicht allzu viel ändern: Obwohl die Linke zweitstärkste Kraft im Lande ist, wird sie vermutlich nicht an der Regierung beteiligt werden.
Jens Bullerjahn verleiht ja schon eine ganze Weile seinem Wunsch nach einer “Großen Koalition” Ausdruck. Ob allerdings die gleiche Konstellation wie auf Bundesebene tatsächlich gut ist für unser Land, wird in der kommenden Legislaturperiode noch zu beweisen sein. Wer jedoch die Hoffnung hegt, dass sich tatsächlich spürbar etwas ändern wird, der dürfte falsch liegen – zu welch entschlossener Politik eine CDU/SPD-Koalition fähig ist, lässt sich ja im Bund feststellen: Nichts als vorsichtiges Taktieren – ein politischer Eierlauf, um nur den Koalitionspartner ja nicht zu verärgern und nach außen hin stets ungetrübte Harmonie und Verbrüderung zu demonstrieren – das ist es jedenfalls nicht, was unser Land aktuell braucht.
Geahnt hat das wohl die Mehrheit der Wähler – nach einem eher langweiligen und profilarmen Wahlkampf ist die überwältigende Mehrheit denn auch zu Hause geblieben.
Schade, Herr Bullerjahn – es wäre ja vielleicht eine Chance gewesen…

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